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Letzte Änderung:
09.12.2019, 13:37h


Golfclub Bruchsal pflanzt Baum des Jahres 2019

Ein wichtiger Baustein für die Bekämpfung des Klimawandels ist die Neupflanzung von Bäumen,
denn jeder Baum bindet im Laufe seines Lebens mehrere Tonnen CO2. Neben diesem Effekt sind
Bäume auch für das Kleinklima an ihrem Standort gut. Sie reinigen und kühlen die Luft. Außerdem
bieten sie zahlreichen Tieren eine Heimat. Es ist auch nicht egal, welche Bäume man wo pflanzt.
Jede Baumart stellt unterschiedliche Standortanforderungen und ist Lebensraum für
unterschiedlichen Arten. Im Golfclub Bruchsal hat man das schon lange erkannt, deshalb wurden
über die letzten 30 Jahre hinweg immer wieder „Jahresbäume“ an unterschiedlichen Standorten
gepflanzt und von ihren Stiftern in den schwierigen ersten Jahren liebevoll umsorgt. Man findet auf
dem Areal des Clubs z.B. die Walnuss (Baum des Jahres 2008), die Esskastanie (Baum des Jahres
2018), die Winterlinde (Baum des Jahres 2016), die Sandbirke (Baum des Jahres 2000) und den
Spitzahorn (Baum des Jahres 1995).
2019 ist die Flatterulme der „Baum des Jahres“. Ihren Namen hat sie von ihren hübschen,
langstieligen, rosafarbenen, im Wind flatternden Blütenbüscheln. Ulmen sind in Deutschland selten
geworden, weil das durch einen Schlauchpilz verursachte Ulmensterben in Europa über 70% von
ihnen hat absterben lassen. Die Flatterulme ist allerdings relativ robust gegen diese Krankheit. Dass
auch sie so selten geworden ist liegt daran, dass sie ein typischer Bewohner der ebenfalls nicht mehr
häufig vorhandenen Flussauen ist. Durch die Seltenheit von Ulmen allgemein, sind Flatterulmen für
manche Insektenarten die einzige Hoffnung. Dazu gehören z.B. der Ulmenblattfloh, eine der
Blattlaus verwandte Art, oder der Ulmenzipfelfalter, eine zu den Bläulingen gehörende
Schmetterlingsart.
Neben ihrem Wert für den Artenschutz und die Biodiversität hat sich die Flatterulme seit der letzten
Eiszeit unter verschiedenen klimatischen Bedingungen von Finnland bis Spanien bewährt. Da sie
bis zu 400 Jahre alt werden kann, ist sie in Zeiten des Klimawandels auch ein Stück Hoffnung. Der
Golfclub Bruchsal hat ihr in der Nähe der Bewässerungsteiche einen Standort in einer Senke
gesucht, in der sie optimale Lebensbedingungen vorfindet und als Solitärbaum ausreichend Platz
zur Entfaltung hat. Dort wurde er nun von der AG Umwelt und Natur des Clubs gepflanzt. jh

Baumpflanzaktion Golfclub Bruchsal e.V.

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