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Letzte Änderung:
24. 04. 2021, 18:05h

Totholzbaum hinter Grün 8 - was ist denn da passiert?

Große Bereiche unserer Roughflächen bestehen aus Streuobstwiesen. Diese sind nicht nur Kuturlandschaften, die das Auge im Frühling durch die vielen weißen Blüten erfreuen, sondern besonders wertvolle Biotope, artenreich und vielfältig wie kaum ein anderer von Menschen erzeugter Lebensraum.
Hier leben wärmeliebende Arten die sonst vor allem in lichten Wäldern vorkommen. Mehrere tausend Tier- und Pflanzenarten sind auf Streuobstwiesen nachgewiesen. Um diesen Lebensraum zu erhalten ist es notwendig Bäume in verschiedenen Lebensphasen vorzufinden. Deshalb ist es wunderbar, wenn sich Mitglieder entscheiden, neue, junge Bäume zu spenden. Aber auch alte Bäume, die schon stark geschädigt sind oder sogar abgestorbene Bäume bieten wieder anderen Arten ein zu Hause. Auch der Erhalt von abgestorbenen Bäumen ist also Artenschutz.
Totholz zieht eine ganze Reihe von Insekten, Amphibien, Reptilien, Spinnen, aber auch Vögel, Fledermäuse und Igel an. Je dicker der tote Baum ist, umso besser ist er als Lebensraum geeignet und umso mehr Nahrung bietet er.
Deshalb ist der abgestorbene Kirschbaum hinter dem Grün der Bahn 8 auch lange stehengeblieben. In diesem Jahr fingen allerdings dicke Äste an herunterzubrechen, was am Standort bedenklich war, da hier 2 Spazierwege vorbeiführen und der Club eine Verkehrssicherungspflicht hat. Den Stamm und einige sehr dicke Äste haben wir, von der AG Umwelt und Natur, stehen gelassen. Hier können z.B. Mauerbienen oder Holzbienen nisten.
Die abgesägten Äste haben wir zerkleinert und um den Stamm aufgeschichtet und nicht entsorgt. Hier können Erdkröten, Igel, Eidechsen aber auch Ohrwürmer, Schlupfwespen, Marienkäfer und Laufkäfer Unterschlupf finden.jh

- Bericht von Dr. Jacqueline Henning, AG Natur und Umwelt

AG Natur und Umwelt_Scheiterhaufen 2021 Golfclub Bruchsal e.V. So sieht der Totholzbaum nun aus

AG Natur und Umwelt in Aktion 2021 Golfclub Bruchsal e.V. Reinhard Diehl, AG Natur und Umwelt