Liebe Mitglieder,
liebe Gäste,

Herzlich willkommen auf der Seite der Arbeitsgemeinschaft Golf & Natur des GC Bruchsal.

Unsere Golfanlage hat neben den Spielbahnen etwa 70 h Fläche, in denen Flora und Fauna Lebensräume finden können. Das ist ökologisches Muss, sorgt aber auch für die wunderbare Atmosphäre, die die Nutzung unseres Platzes zum kleinen Urlaub werden lässt. Die Naturräume müssen allerdings gepflegt werden. Bäume auf den Streuobstwiesen schneiden, Hecken in Schach halten, Nisthilfen für die unterschiedlichsten Vogelarten und Insekten erstellen und regelmäßig reinigen, Totbäume ersetzen, Korridore für Artenwanderung einrichten und vieles mehr. Dies sind die Aufgaben, die wir für den Club übernehmen.

Hier informieren wir regelmäßig über unsere Aktivitäten und würden uns auch über weitere Interessenten an dieser abwechslungsreichen und spannenden Tätigkeit freuen. Wir sind auch Ansprechpartner für die Planung und Durchführung von Baumpflanzungen gegen den Klimawandel und Verschönerung der Anlage.

Totholzpflege auf dem Golfplatz

Durch die Trockenheit der letzten Jahre sind insgesamt 6 Kirschbäume auf unserem Platz ganz oder teilweise abgestorben. Um den noch lebenden eine Chance zu geben und die toten verkehrssicher zu machen, traf sich die AG Umwelt und Natur am 18. November zu einer Totholzpflegeaktion. Wie man auf der 1, am Übergang zur 2, rechts von der 3 und rechts von der 18 sehen kann, musste ziemlich viel Holz der Säge weichen, um unter anderem Pilzen keine Chance zu geben, die noch lebenden Bäume weiter zu schwächen.

Um den toten Baum rechts von der 18 haben wir wieder einen Totholzhaufen für die Kleintiere auf dem Platz aufgeschichtet, die Äste der anderen Bäume wurden entweder in benachbarte Hecken zum Verrotten gebracht oder warten auf den Schredder. Im Zuge der Arbeiten haben wir auch einen toten Baum auf der 2 entfernt und die Platanen zwischen 9 und 18 von Totholz befreit.

Am 16.12.21 von 10:00-13:30 Uhr wollen wir die Hecke hinter der 8 auf dem Kurzplatz auf den Stock setzen. Wenn sich jemand vorstellen kann dabei zu helfen, würden wir uns sehr freuen. Melden Sie sich bei Reinhard Diehl oder Jacqueline Henning.

Golf und Natur

Apfelsaft von unseren Golfplatz-Bäumen

Streuobstwiesen!

Im Frühling erfreuen Sie uns mit ihrer Blütenpracht, im Sommer sorgen sie für unsere Bienen und Schmetterlinge.

Im Herbst biegen sich die Zweige unter der Last der Äpfel und Birnen.
Dann kontrolliert die AG Umwelt und Natur die Bäume, schaut, wo im Winter Schnitt und Pflege nötig sind und erntet die Früchte, um Saft daraus zu machen.

Viele verschiedene Apfelsorten wachsen bei uns, Essäpfel genauso wie Mostäpfel.
Sie alle werden in Säcke verpackt, wenn vorhanden, auch Birnen dazu gemischt und gepresst.

Diesen Apfelsaft können Sie erwerben und mit dem Erlös die Pflanzung einer neuen Blühhecke für die Tierwelt auf unserem Platz unterstützen.

/jhenning

TOTHOLZBAUM HINTER GRÜN 8 –
WAS IST DENN DA PASSIERT?

Große Bereiche unserer Roughflächen bestehen aus Streuobstwiesen. Diese sind nicht nur Kuturlandschaften, die das Auge im Frühling durch die vielen weißen Blüten erfreuen, sondern besonders wertvolle Biotope, artenreich und vielfältig wie kaum ein anderer von Menschen erzeugter Lebensraum.

Hier leben wärmeliebende Arten die sonst vor allem in lichten Wäldern vorkommen. Mehrere tausend Tier- und Pflanzenarten sind auf Streuobstwiesen nachgewiesen. Um diesen Lebensraum zu erhalten ist es notwendig Bäume in verschiedenen Lebensphasen vorzufinden. Deshalb ist es wunderbar, wenn sich Mitglieder entscheiden, neue, junge Bäume zu spenden. Aber auch alte Bäume, die schon stark geschädigt sind oder sogar abgestorbene Bäume bieten wieder anderen Arten ein zu Hause. Auch der Erhalt von abgestorbenen Bäumen ist also Artenschutz.

Totholz zieht eine ganze Reihe von Insekten, Amphibien, Reptilien, Spinnen, aber auch Vögel, Fledermäuse und Igel an. Je dicker der tote Baum ist, umso besser ist er als Lebensraum geeignet und umso mehr Nahrung bietet er.

Deshalb ist der abgestorbene Kirschbaum hinter dem Grün der Bahn 8 auch lange stehengeblieben.

In diesem Jahr fingen allerdings dicke Äste an herunterzubrechen, was am Standort bedenklich war, da hier 2 Spazierwege vorbeiführen und der Club eine Verkehrssicherungspflicht hat. Den Stamm und einige sehr dicke Äste haben wir, von der AG Umwelt und Natur, stehen gelassen. Hier können z.B. Mauerbienen oder Holzbienen nisten.

Die abgesägten Äste haben wir zerkleinert und um den Stamm aufgeschichtet und nicht entsorgt. Hier können Erdkröten, Igel, Eidechsen aber auch Ohrwürmer, Schlupfwespen, Marienkäfer und Laufkäfer Unterschlupf finden.

Ein herzliches Dankeschön an unsere AG Natur und Umwelt, für die jährliche Reinigung der Nistkästen.
Hier können Sie den Bericht einsehen.

Tier des Jahres 2021

Seit 2017 wählen die Förderer der Deutschen Wildtier Stiftung ein Tier des Jahres, das aufgrund seiner Gefährdung, der Bedrohung seines Lebensraumes oder weil es einen Mensch-Wildtier-Konflikt hervorruft, aufmerksam gemacht werden soll. Aber auch Tiere, die einseitig wahrgenommen werden oder gar unbeliebt sind, können Tier des Jahres werden.

Alle Wildtiere sind faszinierend und brauchen eine Stimme, damit ihr Überleben langfristig gesichert werden kann.

Die Deutsche Wildtier Stiftung ernennt den auf der Roten Liste stehenden und besonders geschützten Fischotter (Lutra lutra) zum Tier des Jahres 2021. Damit wollen wir auf dieses ebenso gefährdete wie faszinierende Tier aufmerksam machen.